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Wer mit dem Wohnmobilausbau unterwegs ist, weiß zusätzlichen Raum sei es in Form eines Aufstelldaches oder eines Heckzeltes zu schätzen. Aber gerade bei den Heckzelten hat man wieder die Qual der Wahl. Sind die Sonderdachvarianten in der Regel je nach Fahrzeug begrenzt bzw. vorgegeben. Steht man beim Heckzelt schon wieder vor einer Grundsatzentscheidung: Stülpen oder hängen?

Die Qual der Wahl – das Angebot ist vielfältig

Wohnmobilausbau mit Heckzelt – Stülpen oder Hängen?Beim Wohnmobilausbau gibt es viele Dinge, die vorgegeben oder zumindest in ihrer Auswahl begrenzt sind wie bspw. verfügbare Sonderdächer. Aber dann gibt es wieder Dinge, bei denen der Markt beinahe schon zu viel Auswahl bietet. Ein zum Fahrzeug passendes Heckzelt beispielsweise. Klar, oftmals gibt es speziell auf bestimmte Fahrzeuge abgestimmte Varianten. Genauso oft gibt es aber auch universelle Ausführungen, die auf viele Fahrzeuge passen. Erste Frage die man sich auf dem Entscheidungsweg zum Heckzelt für den Wohnmobilausbau stellen muss: Stülpen oder hängen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Das Vaude Drive Wing zum Beispiel steht hinter dem Bus. Der Vorteil: man kann das Fahrzeug bewegen ohne, dass das Zelt ständig auf- und abgebaut werden muss. Eine Variante, die für den VW T-Bus verfügbar ist, ist das gestängelose VW-Zelt. Es wird einfach an der Klappe eingehängt. Der Vorteil: es ist leichter und nimmt weniger Platz weg.

Das Heckzelt Vaude Drive Wing für den Wohnmobilausbau

vaude drive van grundrissEin KO-Kriterium für das Heckzelt Vaude Drive Wing ist der Fahrradträger an der Heckklappe. Durch ihn kann die Anschlussschleuse nicht über die geöffnete Heckklappe gezogen werden. Man müsste sich also entscheiden: Fahrräder mitnehmen bzw. Fahrradträger am Urlaubsort abbauen oder Heckzelt. Dafür hat das Zelt einen großen Vorteil: es erweitert den Wohnraum des Wohnmobilausbaus je nach Zeltgröße. Eine Beschränkung wie es bei eingehängten Varianten der Fall ist, fehlt.

Das Zelt Vaude Drive Wing eignet sich für viele Kombis, Vans und SUV. Maximale Höhe derer: zwei Meter. Aufpassen muss man, dass die Schleuse nicht mit der Schiebetür kollidiert. Zu haben ist das Zelt für 350 EUR. Wiegen tut es 4,3 kg. Hergestellt wird es aus Polyester. Es ist PVC-frei und hält einer Wassersäule von 3.000 mm Stand. Die sechs Segmentstangen sind aus Aluminium gefertigt. Auch die zehn Heringe sind aus Alu. Gepackt wird alles in einen 60 x 25 cm großen Polyestersack. Die Grundfläche beträgt 6,1 qm. Die Höhe liegt bei maximal 2 Metern. Damit eignet sich das Zelt nicht nur als Außenküche, sondern auch als Aufenthaltsraum oder Schlafzimmer. Der Eingang ist breit und kann aufgerollt werden. Wer zusätzliche Stangen und Leinen dabei hat, kann ihn zudem als Tarp aufspannen. Kleines Manko: es gibt kein Mückengitter. Der Vorteil: die Heckklappe kann auch geschlossen werden. Der Aufbau geht mit etwas Übung und vielleicht dem vorherigen Sichten des Aufbauvideos gut von der Hand. Das Zelt besitzt zwei zentrale Standstangen und wird dann Richtung Auto geschwenkt und mit Gummileinen fixiert. Im Anschluss wird das Zelt nach hinten abgespannt. Möchte man das Auto wegfahren, muss man den einen oder anderen Hering umsetzen, damit das Zelt stehen bleibt. Es muss auch nach vorne abgespannt werden.

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Das VW Heckklappenzelt für den Wohnmobilausbau

Auch hier gibt es ein schnelles KO-Kriterium: möchte man sein Zelt auf dem Campingplatz stehen lassen, braucht man das Zubehör von VW gar nicht erst in die engere Wahl aufnehmen. Weiteres Manko. Der Wohnraum wird um eine Grundfläche erweitert die kaum größer ist als die Heckklappe selbst. Klar, wie auch, wenn das Zelt daran eingehängt wird.

Das VW Heckklappenzelt ist gestängefrei und im VW Originalzubehör erhältlich. Die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig. Von einer Nasszelle bis hin zum Schutz beim Kochen, sofern man eine Heckküche sein eigen nennt. Zu haben ist es für einen Preis von 327 EUR. Beim Material greift VW bzw. der Hersteller Vanshower auf Persenning-Polyester zurück. Dank der einseitigen PVC-Beschichtung ist das Zelt wasserdicht. Im Lieferumfang ebenfalls enthalten sind eine Anleitung und eine Spritzschutzplane. Geliefert wird das Zelt in einem Sofakissen-großen Beutel. Das Gewicht: 3,5 kg. Wer will kann den Beutel auch zu den Original California Campingstühlen in die Heckklappe packen – platztechnisch kein Problem. Größentechnisch nicht geeignet ist das Zelt zum Liegen. Der Stoff in hellgrau ist blickdicht, sodass sich das VW Heckklappenzelt auf jeden Fall als Duschzelt mit Kanisterbrause eignet. Auch eine Campingtoilette kann darin untergebracht werden. Der obere mit gaze-versehene Teil der seitlichen Rundbogentür kann zum Lüften extra abgeklappt werden. Vor der ersten Nutzung muss man erst einmal etwas Zeit investieren. Insgesamt 16 selbstklebende Klettstreifen müssen an der Heckklappe und an der Innenseite des Heckausschnitts angebracht werden. Mit den beigeleten Fett- und Schmutzlösetüchern muss man vorarbeiten. Ist das erledigt, ist der Aufbau leicht. Die Plane wird an einem Haken im Heckklappenschloss eingehängt. Dann wird sie an die Klettstreifen gedrückt. Die Bodenösen werden mit Heringen am Boden fixiert. Die Spritzschutzplane spannt man zwischen die Gasdruckdämpfer.

Je nachdem auf was man mehr Wert legt, fällt die Wahl auf das Vaude Drive Wing oder das VW Heckklappenzelt. Insgesamt gibt es zahlreiche Hersteller und die verschiedensten Preise zwischen 100 und 400 EUR. Bei einem Heckklappenzelt bleibt zwar die Kennzeichenbeleuchtung vor Regen geschützt. Auf einen Fahrradträger muss man aber verzichten. Möchte man das Zelt stehen lassen oder als weiteren Schlafraum nutzen, sollte es schon eine selbststehende Variante sein, da diese eine größere Grundfläche bietet. Je nachdem wie der Wohnmobilausbau sonst ausgestattet ist, bspw. mit einer Markise, reicht das Heckzelt für den Wohnmobilausbau auch als kleinere Variante zur Ergänzung. Wie immer gilt: Vor- und Nachteile abwägen, schauen für was man das Heckzelt braucht, den Markt sondieren, vergleichen und die das für sich beste finden.

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