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Verbreitete Wohnmobil Bauweisen am deutschen Markt

Nicht nur das optische Auftreten von Wohnmobilen geht mit der Zeit. Auch die Bauweise, also der Aufbau des Wohnmobils, wird immer moderner und folgt den neuen Ansprüchen der Camper. Das heißt, dass heutige Wohnmobile nicht nur sicherer sind, als ihre Kollegen vor vielen Jahren. Zudem sind die meisten Fahrzeuge heute leichter und oftmals winterfest. In diesem Betrag finden Sie Informationen zu folgenden Themen:

01Wohnmobiltypen und Basisfahrzeuge: Egal welche Anforderungen man an sein Wohnmobil stellt, der Markt bietet mittlerweile für fast alles eine Lösung: klein und kompakt oder großzügig und luxuriös - die Möglichkeiten sind vielfältig.

02Bauweisen beim Wohnmobil: Früher war klar, dass ein Wohnmobil aus Holz besteht. Hier wurde nicht nur bei den Möbeln auf den Werkstoff zurürckgegriffen, sondern auch beim Aufbau. Die Nachteile liegen aber auf der Hand: das Material ist anfällig gegenüber Feuchtigkeit und kann Schaden nehmen.

03Hersteller Bezeichnungen: Beim Wohnmobilbau ist es wie beim Brotbacken - die Grundzutaten sind dieselben nur der eine Bäcker nimmt das eine dazu und der andere das eine weg. So greifen die Hersteller auf eigene Bezeichnungen zurück, um ihre Bauweise zu beschreiben.

04Verzicht auf Holz: Immer mehr Camper wollen beim Wohnmobilbau auf Holz verzichten. Der Vorteil: wenn kein Holz verwendet wird, kann kein Holz einen Schaden durch Feuchtigkeit erlangen, sodass der Verrottungsvorgang verhindert wird. Doch wer benutzt noch Holz beim Wohnmobil?

05Wo wird auf Holz gesetzt: Es gibt natürlich auch Hersteller, gerade im günstigeren Preissegment, die auch heute noch Holz in ihrer Konstruktion verwenden. Vor einem Kauf sollten Sie sich genau erkundigen, wo der Werkstoff zum Einsatz kommt.

06Verbindungsarten im Überblick: Einige Hersteller stellen ihren Interessenten und Kunden anschauliche Informationen über die verwendenten Verbindungstechniken zur Verfügung.

07Verschiedene Fahrgestelle: Die Hersteller von Wohnmobilen haben auch bei den Fahrgestellen die Qual der Wahl. Neben dem Serienrahmen kann auch ein Flachboden-Chassis oder ein Tiefrahmen verwendet werden.

 

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Aktuelle Wohnmobiltypen und Basisfahrzeuge

Mittlerweile gibt es verschiedene Wohnmobiltypen, die alle ihre Vorzüge haben. Vom kleinen Stadtflitzer mit dem man auch Wochenendtrips unternehmen kann, bis hin zum luxuriösen rollenden Appartement ist heute alles möglich. Dazu gehören folgende:

Mehr über die verschiedenen Aufbautypen erfahren Sie hier. Als Basisfahrzeuge für Wohnmobile sind grundsätzliche viele Fahrzeuge auf dem Markt geeignet. Besonderer Beliebtheit bei Reisemobilherstellern erfreut sich der Fiat Ducato. Eine genaue Aufstellung der verschiedenen Basisfahrzeuge finden Sie hier.

 

Wohnmobil Aufbautypen

Je nach Anforderungen an Ihr Wohnmobil, sollten Sie den Aufbautyp entsprechend wählen.

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Wohnmobil Basisfahrzeuge

Entscheidend ist, die Fahrzeugnutzung:  Urlaub, Alltag oder auch für die Arbeit.

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Verschiedene Bauweisen beim Wohnmobil

Waren Wohnmobile in der unteren oder mittleren Preisklasse früher stets mit einem Holzfachwerk inkl. Styroporisolierung gefertigt, verfolgen namhafte Hersteller heute verschiedene Konzepte. Oft liest und hört man nun von hagelsicheren Dächern und neuartigen Verklebungen. Beinahe jeder Wohnmobilhersteller hat eine eigene Bezeichnung für den Aufbau der gefertigten Fahrzeuge. Zwar ist die traditionelle Bauweise gerade in der unteren Preisklasse noch nicht verschwunden, dennoch gibt es auch hier viele neue und moderne Ansätze. Gerade wer schon einmal negative Erfahrungen mit einem hölzernen Unterboden oder einem Gerippe aus Holz gemacht hat, wird sich freuen. Auch wenn Wohnmobile mit Holzbauweise ebenfalls alt werden können, benötigen sie dennoch etwas Pflegewie die Nachbehandlung des Unterbodens oder die regelmäßige Untersuchung auf Feuchtigkeit. Und hat der Verrottungsprozess erst einmal angefangen, ist es meist ein aussichtsloser Kampf. Diese Bauweise stammt aus der Caravan-Frühzeit und wird wohl immer mehr modernen Bauweisen für moderne Wohnmobile weichen. Wo Holz wohl bleiben wird, ist beim Möbelbau im Inneren des Reisemobils.

Im Überblick

So gut wie alle Wohnmobilhersteller setzen heute auf die sogenannte Sandwichbauweise, welche wie der Name schon erahnen lässt, aus verschiedenen Schichten besteht. Die äußerste Schicht, die Wohnmobilhaut, sieht nicht nur schick aus, sondern schützt auch. Zudem verleiht sie dem Wohnmobil eine gewisse Stabilität und isoliert. Klar, dass die Außenhaut Tag täglich schädliche Einflüssen ausgesetzt ist: Nicht die Sonneneinstrahlung kann hier Schaden hinterlassen. Ebenso schädlich sind eine raue Witterung oder einfach die Alterung der Materialien. Aufgrund dieser negativen Einflüsse, haben sich die meisten Hersteller von Wohnmobilen zum Einsatz von verschiedenen Schichten beim Wohnmobil entschieden. Klassische Vertreter sind hier Aluminium, EPS, XPS, PU, Holz und GfK (Glasfaser verstärkter Kunststoff). Gerade GfK kommt dank seiner Eigenschaften bei Mittel- und Oberklasse Wohnmobilen immer häufiger zum Einsatz: das Material besitzt eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit gegen Hagel oder Steinschlag und wird daher gerne beim Boden und Dach des Wohnmobils eingesetzt.

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Verschiedene Materialien des Wohnmobilbaus

Aluminium Außenhaut, Profilleiste und Material für Seitenschürzen

Das Leichtmetall wird häufig als Außenhaut von Wohnmobilen verwendet und besitzt in der Regel eine glänzende, lackierte Oberfläche. Der große Vorteil: das Material ist recyclingfreundlich und relativ leicht. Zudem ist es wasserdicht, feuchtigkeitsresistent und UV-beständig. Auch bei einer dünnen Materialstärke weist der Werkstoff noch eine hohe Stabilität auf. Dafür reagiert es jedoch empfindlich auf kleine Kratzer und Beulen und kann auch vom sogenannten Alufraß, der Korrosion also, heimgesucht werden. Aluminium findet aber auch als Profilleiste an Aufbaukanten oder für Seitenschürzen Verwendung. Eher seltener wird es als tragende Struktur in den Wänden eingesetzt.

GfK versus Aluhaut als Außenblech

Ist die Außenhaut eines Wohnmobils aus einer Aluminiumhaut gefertigt, weist diese zwar ein geringeres Gewicht auf im Vergleich zu dem Werkstoff GfK, dafür ist die Oberfläche aber anfälliger für Dellen und Beulen, was beispielsweise bei einem Hagelschauer schnell bemerkbar wird. Auch der sogenannte „Alufraß" schlägt hier gerne einmal zu.

Besitzt man eine Außenhaut aus GfK (glasfaserverstärkter Kunststoff) ist ein Verbeulen durch Hagel oder auch Steinschlag kaum mehr möglich. Dafür erhöht sich aufgrund des schwereren Werkstoffes jedoch das Gewicht. Die Meinungen hinsichtlich der optischen Ästhetik gehen hier auseinander. Fakt ist, dass auch GfK regelmäßig gepflegt werden muss, da es sonst zum Ausbleichen oder Verfärben kommt. Wichtig ist, wer sich für einen reinen GfK-Aufbau entscheidet, sollte auch nachfragen bzw. sich informieren aus was die Unterkonstruktion des Wohnmobils besteht, denn hier wird gerne noch auf Holz zurückgegriffen. Ein Vorteil des Werkstoffes ist auf jeden Fall die Reparaturfreundlichkeit und die geringeren Kältebrücken bei einer GfK-Sandwichbauweise. Oft zu beobachten sind Risse im sogenannten Gelcoat (Deckschichtharz für eine glatte Oberfläche). Diese sind zunächst weder für die Stabilität noch die Dichtigkeit von Bedeutung, da sie eben nur die Deckschicht und nicht die eigentlichen Laminat betreffen. Handelt es sich bei Rissen in einer reinen GfK-Außenwand ist Vorsicht geboten. Hier gehen diese meist in die tragende Faserschicht, wodurch die Dichtigkeit des Wohnmobils beeinflusst werden kann. Wichtig: nur bei einer Behandlung mit einer Deckshickt (Gelcoat) ist das Material verrottungsresistent gegen UV-Strahlung. Doch auch hier sind eine Verfärbung oder Risse möglich. Neben der Verwendung als Außenhaut wird der Werkstoff auch als großes Formteil wie beispielsweise der Bugmaske bei integrierten Wohnmobilen eingesetzt.

Holz als Bauweise bei Wohnmobilen

Aus der frühen Caravantechnik stammt noch der Werkstoff Holz als tragendes Fachwerk. Oft verwendet werden hier Nadelholzplatten. Holz kann aber auch zur Befestigung von Türen und Fenstern oder als Kante zur Verschraubung von Aufbauplatten genutzt werden. Als Innenabschluss der Wand oder aber auch als Innen- und Außenseite der Bodenplatte wird ebenso gerne Sperrholz verwendet. Die Bandbreite der eingesetzten Hölzer reicht hier von rohen Tannenlatten bishin zur wasserfest verleimten Siebdruckplatte mit Beschichtung. Die Vorteile liegen auf der Hand: das Material ist günstig, leicht zu verarbeiten, recht leicht und besitzt sogar leichte Isoliereigenschaften. Der Nachteil: Holz ist anfällig gegenüber Feuchteschäden.

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Mögliche Isolierungen und Verbundtechniken

EPS als Isolierung

Häufig zum Einsatz für die Isolierung von Wohnmobilen kommt EPS (expandiertes Polystyrol) oder besser bekannt als Styropor. Das Material ist sehr leicht und vor allem günstig im Einkauf. Der Nachteil: es saugt Feuchtigkeit auf und kann diese an angrenzende Bauteile abgegeben. Bestehen diese aus Holz verliehen sie über die Zeit ihre Stabilität und verrotten, was bis zum Totalschaden des Reisemobils führen kann.

XPS - Isolierung der neuen Art

XPS, genauer gesagt exstrudiertes Polystyrol, ist in der Regel besser bekannt als Styrofoam, Styrodur oder RTM-Schaum. Im Vergleich zu herkömmlichem Styropor ist das Material meist bläulich eingefärbt, steif und wenig druckempfindlich. Großer Vorteil dieses Isolationsmaterials ist, dass es dank seines geschlossenen Zellgefüges praktisch kein Wasser aufnehmen kann.

PU als stabile Wandisolierung oder Versteifung von Plattenkanten

PU auch als Polyurethan bekannt, ist ein Kunststoff der für Wandisolierungen verwendet wird. Daher wird auch oft die Bezeichnung Bau- oder Montageschaum verwendet. Aufgeschäumt erweist sich der Kunststoff als besonders stabil und sehr effizient hinsichtlich seiner Isoliereigenschaften. Großer Nachteil: PU ist in der Produktion sehr aufwendig. Neben dem Einsatz als Wandisolierung kann PU auch als feste, verrottungsbeständige Leisten an Plattenkanten verbaut werden. Dadurch erhöht sich die Stabilität zum Verschrauben oder Verkleben. Der Werkstoff nimmt kaum Wasser auf und ist als hochverdichtete PU-Leiste fest und verrottungsresistent. Meist ist PU beige oder grau bis schwarz eingefärbt.

Bauweisen und Techniken beim Wohmobilbau

Sandwichbauweise

Im Allgemeinen versteht man unter dem Begriff Sandwich die Technik im Wohnmobilbau, bei der Wand-, Dach- oder Bodenplatten aus unterschiedlichen Materialien möglichst fest miteinander verklebt werden. Meist wird hier auf drei Komponenten zurückgegriffen:

  • Wetterfeste Außenhaut
  • Isolierschicht
  • Innenwand mit Verkleidung

Die Materialien werden verklebt oder gepresst, wodurch eine stabile Platte entsteht. Wie das Wohnmobil zum Wohnmobil wird, ist je nach Hersteller unterschiedlich. Die einen bauen von außen nach innen, also stellen einen selbsttragenden Aufbau her, in welchen die Einrichtung eingebaut wird. Andere gehen genau andersherum vor und bauen Wände und Dach des Wohnmobils um die Möbel, welcher auf der Bodenplatte befestigt werden, herum.

Möglich ist auch der Verbau einer sogenannten Gerippekonstruktion, einem Holzfachwerk für den nötigen Halt – je nach Festigkeit der verwendeten Werkstoffe. Werden hochwertige Isolierschäume beim Aufbau verwendet, ist ein solches Gerüst nicht nötig, was bedeutet, dass hier kaum mehr Holz zum Einsatz kommt (evtl. noch im Bereich der Verschraubungen von Plattenrändern, Fenstern und Türen). Auch hier gilt jedoch: Holz ist nicht gleich Holz. Handelt es sich um rohe Latten oder wasserfest verleimte Siebdruckplatten. Wird hier sauber gearbeitet, spricht aufgrund der Langlebigkeit nichts gegen Holz in einem Aufbau. Der Vorteil gegenüber holzfreien Bauweisen: Holz isoliert besser als die oftmals als Ersatz verwendeten Metallverstrebungen, welche gerne Kältebrücken bilden.

Ebenso entscheidend ist die verwendete Isolierung. Die Auswahl ist Vielfältig und reicht von einfachem Styropor bis Styrofoam/Polstyrol. Styrofoam-EPS-Schäume nehmen beispielsweise kein Wasser auf und zeichnen sich durch besonderes gute Isoliereigenschaften und Festigkeit aus. Ebenso einsetzbar sind nachfolgende Isolierstoffe: Polyurethanschaum, PU-Schaum, RTM-Schaum.

Die Innenwände können aus dem gleichen Material wie die Außenhaut bestehen, was die Stabilität erhöht. Diese sind dann meist mit Filz oder Teppich belegt. Alternativ können die Innenwände auch aus Sperrholz bestehen.

Tiefziehteile

Teile aus PS (Polystyrol) oder ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) werden im Vakuum-Tiefziehverfahren geformt und dienen oft als Schürzen oder Lampenträger in Wohnmobilen.

Doppelboden Bauweise

Die Doppelboden Bauweise weist – wie der Name schon verrät – einen doppelten Boden auf. Hier kann nicht nur die Bordtechnik untergebracht werden. Es eröffnet sich auch weiterer Stauraum. Nennenswerten Nachteil bei dieser Bauweise gibt es nicht. Im Gegenteil: durch diese Bauweise wird die Isolierung des Wohnmobils für den Wohnraum und die Wasseranlage erhöht. Zudem steigt damit die gesamte Stabilität des Fahrzeuges. Auch hier spielt das Material des Bodens eine wichtige Rolle. Frage ist, welches Holz wird verwendet.

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Hersteller Bezeichnungen

PUAL-Bauweise und Co.

Diese patentierte Bauweise von Hymer bezeichnet im Grunde nichts anderes als die Verbindung einer PU-Schaumisolierung mit Aluminiumblech. Euro Mobil nennt die verbaute Dämmschicht beispielsweise Eura-Mobil-Foam (EPS-Schaum mit Glasmehlbeimengung). Bei Hehn findet sich der sogenannte AWS – eine stabile und glatte Aluminium-Wabenkernpaltte. Die neuen Teilintegrierten Nexxo und Travel Van von Bürstner (Modelljahr 2015) laufen nun mit einem holzfreien Wand- und Bodenaufbau vom Band. Auch Dethleffs setzt beim 2015-ner Advantage auf holzfrei. Hier verwenden die Hersteller einfach eigene Markennamen, die für ihren Aufbau bezeichnend sind. LMC ist mittlerweile von der Holz-Styropor-Bauweise abgekommen und wirbt mit der neuen LLT-Technologie. Hier wird ein GfK-Unterboden mit einer Isolierung aus XPS-Schaum verwendet. Die Wand besteht hier aus Aluminium, als Dämmung wird XPS-Schaum eingesetzt. Wichtig: Die Wandverkleidung zum Innenraum besteht aus Sperrholz.

Achtung - holzfrei ist nicht gleich holzfrei

Die Werbebezeichnung holzfrei bedeutet also nicht immer, dass der komplette Wohnmobilaufbau holzfrei ist. Ein holzfreier Aufbau bezieht sich in der Regel auf die mittlere Schicht des Sandwichs (früher kam hier ein Fachwerk aus Nadelholzlatten mit EPS-Isolierung zum Einsatz). Heutzutage verwenden viele Hersteller das moderne XPS als Dämmung. Warum? Die Antwort ist einfach: zum einen ist das Material sehr steif, sodass auf einen tragenden Fachwerksrahmen verzichten werden kann, zum anderen nimmt XPS so gut wie keine Feuchtigkeit auf - ein Problem das gerade bei EPS, welches Flüssigkeiten wie Wasser oder Diesel aufnimmt, zu irreparablen Schäden führen kann. Nimmt das EPS erst einmal Feuchtigkeit auf, speichert es diese und gibt es an angrenzende Bauteile ab: kommt hier Holz zum Einsatz ist ein Feuchtigkeitsschaden programmiert. Wird das Holz über längere Zeit feucht gehalten verlieht es nicht nur an Stabilität, sondern verrottet mit der Zeit einfach. Klar, dass Kunststoffe wie XPS und PU hier besser geeignet sind. PU kommt vor allem als verstärkende Strebe zum Einsatz, sodass die mittlere Schicht des Sandwichs tatsächlich holzfrei gefertigt werden kann. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: oft werden Holzklötzchen an Stellen eingesetzt, an welchen Möbel montiert oder Verschraubungen der Gurtgestelle und dienen zur Verstärkung. Weitere mögliche Stellen sind Befestigungspunkte von Türen oder Klappen. Würden hier stattdessen Kunststoffteile zum Einsatz kommen, wäre nicht nur die Bezeichnung holzfrei gerechtfertigt, auch die Aluminium-Außenhaut würde glatter erscheinen.

Die verschiedenen Verbindungstechniken der Hersteller

Kritischer Punkt bei den Wohnmobilaufbauten ist die Verbindung der Platten an den Aufbaukanten. Diese erfüllen mehrere Funktionen: sie müssen die Dichtigkeit von Sandwichplatte zu Sandwichplatte gewährleisten und gleichzeitig für Steifigkeit und Stabilität sorgen. Früher wurden diese Verbindungen verschraubt und abgedichtet, heutztuage werden sie mehr und mehr verklebt. Verschraubungen kommen nur noch bedingt zum Einsatz. Möchte man die Platten verschrauben, spielt das Trägermaterial und dessen Stabilität eine entscheidende Rolle: klar, dass eine Schraube im Isoliermaterial nicht halten würde. Um dem entgegen zu wirken werden Holzleisten in die Sandwich-Plattenränder oder verdichtete Schäume eingearbeitet, sodass eine Verschraubung möglich ist. Gerade in der Einsteigerklasse wie bei Sunlight und Carado kommen Kantenleisten aus Holz zum Einsatz. Nicht ohen Grund, Holz ist immerhin gut zu verarbeiten, besitzt eine hohe Festigkeit, ist relativ leicht und kann gut verklebt werden. Alternativ können Aluminium-Profile eingesetzt werden, welche eingesetzt werden um Wand-, Dach- und Bodenkanten zu verkleben. Die sogenannten Strangprofile sorgen für eine verwindungssteife Verbindung und werden vor allem in der Mittel- und Oberklasse wie beispielsweise bei Eura Mobil oder Carthago eingesetzt. Um Wärmebrücken zu verhindern fertig Eura Mobil Halbprofile, welche nicht bis zur Innenwand reichen. Carthago setzt hier auf ein Ringankerprofil, welches die Verbindung zwischen Wand und Boden darstellt und durch die Integration eines GfK-Inlays, einer Alu-beplankten Innenwand und einer Schaumschicht, Wärmebrücken ebenfalls minimieren soll. Bei der Verbindung von Wand und Dach geht Carthago anders vor: die Seitenwand wird oben gebogen und Stoß auf Stoß mit dem Dach verklebt. Die Nahtstelle wird durch ein Profil abgedeckt. Einen ähnlichen Weg geht Hymer: der Hersteller biegt das Dach nach unten und verklebt es mit der Seitenwand, die Nahtstelle verdeckt ein Kunststoffprofil.

Wo wird auf Holz verzichtet?

Wer wissen möchte über welche Bauweise sein Wohnmobil verfügt, sollte sich ganz genau erkundigen. Denn es ist nicht vorausgesetzt, dass in Dach und Boden das gleiche Isolationsmaterial verwendet wird. Auch Verbindungstechniken können zwischen einzelnen Modellvarianten variieren. Der Diskussion Aluminium gegen GfK treten viele Hersteller nun damit entgegen, dass sie glänzend lackiertes Leichtmetall für die Wände verwenden und den robusten GfK-Kunststoff für das Dach heranziehen. Oft wird für ein GfK-Dach jedoch noch ein Aufpreis verlangt. Gerade in Hinblick auf die immer extremer werdende Wetterlage, sollte man hierauf jedoch nicht verzichten. So gewähren viele Versicherungen einen Rabatt bei der Vollkaskoversicherung, wenn das Wohnmobil ein GfK-Dach besitzt.

Wand/Dach/Boden
Wandisolierung
Außenkante
Hersteller
Alu/GFK/GFK
XPS
Kunststoff, Alu
Carthago
GFK/GFK/GFK
EPS
Alu
Eura Mobil
GFK/GFK/GFK
XPS
Kunststoff, Alu
Frankia
Alu/GFK/GFK
PU
Kunststoff
Hymer
Alu/GFK/GFK
EPS
Kunststoff, Holz
Knaus
GFK/GFK/Alu
XPS
Kunststoff
Laika
GFK/GFK/Alu
XPS
Kunststoff, Holz
LMC
GFK/GFK/GFK
XPS
Kunststoff, Holz
Rapido
Alu/GFK/GFK
XPS
Kunststoff
T.E.C.
 
 
 
Stand 2014

 

Wand/Dach/Boden
Wandisolierung
Außenkante
Hersteller
GFK oder Alu/GFK/GFK
XPS
Kunststoff
Adria
Alu/GFK/GFK
XPS
Kunststoff
Bürstner
Alu/GFK/GFK
XPS
Alu (Ringankerprofil)
Carthago
Alu/Alu/Alu
XPS
Kunststoff
Concorde
Alu/GFK/GFK
XPS
Kunststoff
Dethleffs
GFK/GFK/GFK
PU/XPS
Alu
Eura Mobil
GFK/GFK/GFK
XPS
Alu
Frankia
Alu/Alu/GFK
PU
Kunststoff
Hymer
Alu/Alu/GFK
XPS
 
Knaus
Alu/GFK/GFK
XPS
Alu
Laika
Alu/GFK/GFK
XPS
Kunststoff
LMC
Alu/GFK/GFK
XPS
PU Hartleisten
Morelo
Alu/GFK/Alu (Bug/Heck GFK)
XPS
PU Hartleisten
Niesmann+Bischoff
Alu/Alu/GFK
PU
Kunststoff
Phoenix
GFK/GFK/GFK
XPS
Kunststoff, Holz
Rapido
Alu/GFK/GFK
XPS
Kunststoff
T.E.C.
 
 
 
Stand 2015

Bauweisen, die auf Holz setzen

Hier möchten wir Ihnen einige Hersteller und deren Bauweise vorstellen. Je nach Baureihe kann es hier bei den einzelnen Herstellern erhebliche Unterschiede geben. Von daher empfiehlt sich vor dem Kauf genau die Beschreibung des Herstellers zu lesen und die Informationen speziell für das gewünschte Modell einzuholen.

Wand/Dach/Boden
Wandisolierung
Außenkante
Hersteller
GFK/GFK/Holz
EPS
Holz
Adria
Alu/GFK/Holz
EPS
Kunststoff, Holz
Bürstner
Alu/GFK/Holz
EPS
Holz
Carado
GFK/GFK/Holz
EPS
Holz
Challenger
GFK/GFK/Holz
EPS
Holz
Chausson
Alu/Alu/Holz
EPS
Holz
Dethleffs
GFK/GFK/Holz
XPS
Kunststoff, Holz
Elnagh
Alu/Alu/Holz
EPS
Holz
Hobby
GFK/GFK/Holz
XPS
Kunststoff, Holz
McLouis
GFK/GFK/Holz
XPS
Kunststoff
Mobilvetta
Alu/GFK/Holz
XPS
Alu, Holz
Pilote
GFK/GFK/Holz
EPS
Holz
Rimor
GFK/GFK/Holz
XPS
Kunststoff, Holz
Roller Team
Alu/GFK/Holz
EPS
Holz
Sunlight
Alu/Alu/Holz
EPS
Holz
Weinsberg
 
 
 
Stand 2014

Verschiedene Verbindungen im Überblick

Carthago Wand- und Dachverbindung

Möchte man die richtige Isolierung wählen, lohnt es sich in der Regel auf XPS oder PU statt normalem EPS zurückzugreifen. Diese Werkstoffe sind nicht nur stabiler und übernehmen somit auch eine mittragende Funktion. Sie besitzen auch bessere Eigenschaften, wenn es um die Durchlässigkeit von Feuchtigkeit geht. Normales Styropor leitet das Wasser, welches beispielsweise durch ein Leck aufgrund einer alterenden Dichtung entstanden ist, direkt an das Holzfachwerk ab, das sich somit vollsaugt und langsam aber sicher verrottet und schimmelt. Neuester Trend: die Monocoque-Bauweise als Alternative zum Sandwichaufbau. Dabei werden Wände und Dach und ggf. Boden und Front aus einem einzigen Teil gefertigt. Der Vorteil liegt auf der Hand: es gibt keine Nahtstellen, durch welche Feuchtigkeit dringen kann. Nachteil: diese Bauweise ist sehr teuer und kommt daher nur äußerst selten zum Einsatz - bislang. Als Grundmaterial dient GfK. Für die Fertigung wird in einer Negativform Gelcoat - die spätere Oberflächenbeschichtung - ausgespritzt. Dann werden Schicht für Schicht mit Harz getränkte GfK-Matten eingelegt. Ist alles ausgehärtet ist das Bauteil fertig. Zum Einsatz kommt die Bauweise unter anderem bei La Strada, Wingamm oder Wanner.

 

Adria Wand-Bodenverbindung
Adria Wand-Bodenverbindung
Bürstner Wand-Bodenverbindung
Bürstner Wand-Bodenverbindung
Carthago Wand-Bodenverbindung 1
Carthago Wand-Bodenverbindung 1
Carthago Wand-Bodenverbindung 2
Carthago Wand-Bodenverbindung 2
Carthago Wand-Dachverbindung
Carthago Wand-Dachverbindung
Concorde Wand-Dachverbindung
Concorde Wand-Dachverbindung
Euramobil Wand-Bodenverbindung
Euramobil Wand-Bodenverbindung
Euramobil Wand-Dachverbindung
Euramobil Wand-Dachverbindung
Frankia_Seitenwand
Frankia_Seitenwand
Hymer Wand-Dachverbindung
Hymer Wand-Dachverbindung
Knaus Wand-Bodenverbindung
Knaus Wand-Bodenverbindung
Knaus Wand-Dachverbindung
Knaus Wand-Dachverbindung
LMC Wand-Dachverbindung
LMC Wand-Dachverbindung
Mclouis Seitenwand
Mclouis Seitenwand
Morelo Wand-Dachverbindung
Morelo Wand-Dachverbindung
Niesmann+Bischoff Wand-Dachverbindung
Niesmann+Bischoff Wand-Dachverbindung
Phoenix Wand-Dachverbindung
Phoenix Wand-Dachverbindung
Sunlight Carado Wand-Dachverbindung
Sunlight Carado Wand-Dachverbindung
_Legende
_Legende
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Adria Wand-Bodenverbindung Bürstner Wand-Bodenverbindung Carthago Wand-Bodenverbindung 1 Carthago Wand-Bodenverbindung 2 Carthago Wand-Dachverbindung Concorde Wand-Dachverbindung Euramobil Wand-Bodenverbindung Euramobil Wand-Dachverbindung Frankia_Seitenwand Hymer Wand-Dachverbindung Knaus Wand-Bodenverbindung Knaus Wand-Dachverbindung LMC Wand-Dachverbindung Mclouis Seitenwand Morelo Wand-Dachverbindung Niesmann+Bischoff Wand-Dachverbindung Phoenix Wand-Dachverbindung Sunlight Carado Wand-Dachverbindung _Legende

 

Verschiedene Fahrgestelle bei Wohnmobilen

Nicht jedes Wohnmobil besitzt das gleiche Fahrgestell. Im Laufe der Zeit haben sich drei Fahrgestelle durchgesetzt, welche wir Ihnen im Folgenden genauer vorstellen.

Serienrahmen - auch Leiterrahmen genannt

Der Serienrahmen, auch Leiterrahmen genannt, ist für alle Fahrzeuge wie Rettungswagen, Pritschenwagen oder Wohnmobil geeignet. Wie der Name schon sagt, wird dieser in Serienproduktion als Fahrgestell hergestellt und ist sowohl für Front- als auch für Hecktriebler geeignet. Der große Vorteil: der günstige Preis aufgrund der hohen Fertigungszahlen. Weiteres Plus ist die hohe Stabilität des Serienrahmens. Als Nachteil könnte man das relativ hohe Gewicht und die höhere Bauform nennen. Wobei letzteres dank der erhöhten Bodenfreiheit kompensiert wird. Wird ein Wohnmobil auf Basis eines Serienrahmens gefertigt, ist der Aufwand im Verhältnis zur Fahrzeuggröße am geringsten.

Flachboden-Chassis für niedrige Einstiegshöhe

Ein Flachboden ist grundsätzlich nur bei frontangetriebenen Fahrzeugen möglich und zeichnet sich durch seine niedrige Einstiegshöhe und geringe Bodenfreiheit aus. Bei teilintegrierten Fahrzeugen ohne Alkoven kann so zudem die Fahrzeughöhe und damit auch der Luftwiederstand verringert werden. Dies kommt nicht nur dem Handling des Wohnmobils, sondern auch dem Spritverbrauch und damit dem eigenen Geldbeutel zu Gute. Bei Alkoven ist die Fahrzeughöhe durch die Aufbauart bestehend aus Führerhaus und Alkoven vorgegeben.

Besonders empfehlenswert ist das Flachboden-Chassis bei leichten Wohnmobilen, die keinen langen Hecküberhang besitzen und im unteren Preissegment angeordnet sind.

Zwar hat diese Bauweise einige Vorteile, jedoch müssen hierfür einige Änderungen am Fahrgestell des Serienkastenwagens vorgenommen werden. So werden das Dach und die Seitenwände ab der B-Säule entfernt. Somit besteht das Fahrgestell aus Längs- und Querträgern sowie tiefgezogenen und profilierten Bodenblechen. Als Folge weist das Flachboden-Chassis eine geringere Stabilität auf, welcher dadurch kompensiert wird, dass die Seitenwände des Wohnmobilaufbaus eine stabilisierende Rolle übernehmen. Wichtig ist dabei vor allem die sorgfältige Dimensionierung und Anbindung des Aufbaus, sodass dieselbe Stabilität wie beim Serien (Blech-)Kastenwagen erreicht wird. Weitere Maßnahme für die Stabilität ist die vollständige Verklebung des Aufbaubodens mit dem Blechboden.

Tiefrahmen - Einzelradaufhängung statt Hinterachse

Der Tiefrahmen bei Wohnmobilen wird an den Zugkopf angeflanscht. Das bedeutet, dass das Fahrergestell hinter dem Fahrerhaus abgeschnitten und dort der Tiefrahmen angebracht worden ist. Da hier die Hinterachse wegfällt, wird diese durch eine Einzelradaufhängung ersetzt. Ein Tiefrahmen besteht meist aus verzinkten und verschraubten Blechteilen und wird möglichst tief befestigt. Dadurch wird die Einstiegs- und Gesamthöhe verringert und gleichzeitig die Möglichkeit für einen doppelten Boden geschaffen. Ein solcher spielt vor allem für die Wintertauglichkeit eine große Rolle. Bei Alkovenfahrzeugen kann auch hier die Gesamthöhe aufgrund des Aufbautyps nicht verändert werden. Geeignet ist der Tiefrahmen sowohl für front- als auch für heckangetriebene Fahrzeuge, wobei erst im Jahr 2006 der erste Tiefrahmen mit Heckantrieb gefertigt wurde. Da hier das Hinterachskonzept im Vergleich zum Serienrahmen verändert wurde, ergeben sich nicht nur geänderte Wartungsanforderungen. Auch das Fahrverhalten verändert sich.

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