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Frischwasser im Wohnmobil

Ausschnitt SpüleIn den meisten Wohnmobilen ist heutzutage auch eine Frischwasseranlage zu finden. Seien es festeingebaute Tanks oder mobile Einheiten, damit können nicht nur die Küche, sondern auch das Bad betrieben werden. Kocht der ein oder andere Camper noch gerne in seinem Wohnmobil, scheiden sich bei der Benutzung des Bades meist die Geister. Die einen würden die eigene Dusche um nichts auf der Welt mehr hergeben. Die anderen nutzen sie lieber als zusätzlichen Stauraum und greifen auf die Sanitäranlage des Campingplatzes zurück. Was den meisten Wohnmobilisten aber gemeinsam sein dürfte, ist das benötigte Wasser für den allmorgendlichen Kaffee oder Tee. Wer also länger mit dem Wohnmobil unterwegs ist und gerade die Unabhängigkeit liebt, sollte einen ausreichend dimensionierten Frischwassertank besitzen. Weiß man nicht ob der Tank groß genug ist, sollte man einmal überlegen für was man täglich Wasser benötigt und durchkalkulieren. Sollte der Tank nicht reichen, können immer noch mobile Tanks oder Kanister als Ergänzung mitgeführt werden.

Die verschiedenen Tankarten

Auch hier gibt es verschiedene Tankarten. Zum einen festverbaute Varianten, die entweder unterflur, im Fahrzeuginneren (überflur) oder im Doppelboden integriert werden können. Zum anderen gibt es ebenfalls mobile Frischwassertanks wie beispielsweise einfache Kanister, Falttanks, Schlauchtanks oder rollbare Varianten.

Festtank unterflur
Festtank überflur
Festtank im Doppelboden
Wasserkanister
Falttanks
Schlauchtanks
Rollbarer Wassertank

Befüllungsmöglichkeiten - daheim und unterwegs

Natürlich kann man den Frischwassertank vor dem Urlaubsbeginn zuhause noch einmal auffüllen. Aber auch unterwegs sollte das Befüllen des Tankes an deutschen Campingplätzen kein Problem sein. So muss man nicht verzagen, sollte im Urlaub einmal das Wasser ausgehen.

Die Pumpsysteme - zwei Möglichkeiten zur Wasserbeförderung

Wer sich schon ein wenig mit dem Thema Frischwasser im Wohnmobil beschäftigt hat, wird bereits über die Begriffe Tauchpumpe und Druckwasserpumpe gestolpert sein. Dabei handelt es sich um zwei verschiedene Systeme, wie das Wasser vom Tank in die Armatur und damit in die Dusche oder das Waschbecken gelangt.

Die Tauchpumpe, zwar einfach aber robust

Tauchpumoe Power Jet Plus ReichDie Tauchpumpe wird, wie der Name vermuten lässt, komplett in den Frischwassertank getaucht und sobald sie betätigt wird – meist durch einen Schalter oder Knopf – pumpt sie das Wasser nach oben. Kleiner Nachteil: die Wassermenge, welche die Tauchpumpe fördern kann, ist meist geringer als die einer Druckpumpe. Dafür sind Tauchpumpen nicht nur günstiger in der Anschaffung, sondern meist auch weniger störanfällig und im Falle eines Falles schnell ausgetauscht. Bei den Armaturen, kann man zwischen Standarmaturen, die direkt am Waschbecken befestigt sind und Wandarmaturen wählen. Ein gesondertes Absperrventil an den Armaturen ist hier nicht notwendig, da das Wasser ja nur fließt, wenn die Pumpe eingeschaltet wird.

Eine Druckpumpe - deutlich komfortabler

Eine Druckpumpe arbeitet mit Druck, wobei natürlich eine gewisse Geräuschbelastung entsteht. In der Regel sind diese Systeme zwar teurer als einfache Tauchpumpen, dafür ermöglichen sie aber einen konstanten und angenehmen Wasserfluss wie zuhause. Da hier konstant Druck auf den Leitungen ist, ist kein Schalter oder Knopf zur Betätigung der Pumpe notwendig. Hier kann das Wasser bequem dosiert und auch warm und kalt gemischt werden. Als Armaturen können normale Haushaltsarmaturen mit evtl. angepassten Anschlüssen verwendet werden.

Für den Betrieb von Duschen ist eine Druckwasseranlage mit Vormischer notwendig. Das bedeutet zum einen, dass auch hier steter Druck in den Leitungen herrscht, sodass das Wasser bei Betätigen des Hahnes sofort fließt. Zum anderen wird dank dem Vormischer das Wasser automatisch auf die vorher eingestellte Temperatur gemischt. Alternatives System sind sogenannte Mischbatterien – hier kann man die Duschtemperatur jedes Mal selbst einstellen.

Vor dem Kauf eines Wohnmobils sollte man sich überlegen wie wichtig die Frischwasseranlage und das damit geförderte Wasser sind. Je nach Hersteller und Modell können die Pumpvarianten variieren.

Frischwasserkonservierung - gerade bei größeren Tanks

Besitzt man eine Frischwasseranlage im Wohnmobil, sollte man sich auf jeden Fall Gedanken um die Konservierung des Wassers machen. Sprich wie kann das „Abstehen" oder die Bakterienbildung im Wasser verhindert werden - dies spielt gerade bei größeren Tanks eine wichtig Rolle. Hier helfen zum einen die zahlreichen chemischen Mittelchen, welche am Markt verfügbar sind. Auch sogenannte Silbernetze kommen hier zum Einsatz. Nichtsdestotrotz sollte der Tank samt Leitungen regelmäßig durchgespült, gereinigt und desinfiziert werden.

Frischwasseranlage im Winter nutzen

Möchte man auch im Winter reisen und die Frischwasseranlage nutzen, kommt es darauf an, ob der Frischwassertank unterflur, also unter dem Fahrzeug, oder überflur, im Inneren, verbaut ist. Bei letzterem ist das Wintercamping eigentlich kein Problem, da der Tank durch die Wärme im Fahrzeuginneren am Einfrieren gehindert wird. Besitzt man allerdings einen Tank, der außerhalb des Fahrzeuges sitzt, sollte es immer eine beheizte Variante sein. Sonst kann es leicht passieren, dass nicht nur der Tank, sondern auch die Armaturen auffrieren. Damit hat man dann nicht mehr nur kein Wasser im Urlaub, sondern auch einen erheblichen finanziellen Schaden.

Die richtige Reinigung und Überwinterung

Bevor man sein Wohnmobil in den Winterschlaf schickt, sollte die Frischwasseranlage nicht nur geleert, sondern auch bereits ausgespült, gereinigt und desinfiziert werden. Diesen Vorgang kann man in der nächsten Saison nach der Standzeit wiederholen und so kann man sicher sein, dass die Wasseranlage für den nächsten Urlaub einsetzbar und vor allem keimfrei ist. Hat man diese Schritte durchgeführt, sollte man noch alle Ventile und Armaturen öffnen.

Unterbringung im Winter

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