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Auch im zweiten Teil nehmen wir das Wohnmobil VW Grand California genau unter die Lupe. Diesmal begutachten wir das Bad, das Bett und die Hängeschränke. Was wir dabei entdecken, erfahren Sie hier.

Bad, Bett und Zubehör in Augenschein genommen

esther tuttle dyjH3YMblpo unsplash 723 274Wir, zwei Campingneulinge, sind mit dem Wohnmobil VW Grand California unterwegs. Letzte Woche hatten wir uns bereits vom Außeneindruck über das Fahrerhaus bis hin zur Küche vorgearbeitet. Heute möchten wir uns noch den Rest des Reisemobils genauer anschauen. Dabei nehmen wir alles durchaus kritisch unter die Lupe. Über 80000 EUR für ein rollendes Heim ist schließlich eine Ansage. VW hin oder her. Was wir dabei entdeckt haben und was unser Fazit ist, erfahren Sie hier.

Erfahrungsbericht Teil 1: Unterwegs mit dem VW Grand California »

Das Bad des Wohnmobils VW Grand California – klein und kompakt

Nachdem wir die Küche des Wohnmobils VW Grand California genau unter die Lupe genommen haben, drehen wir uns um und werfen einen Blick ins Bad. Die Toilette ist drehbar. So kann man es sich schön gemütlich machen. Das Waschbecken kann hoch- bzw. heruntergeklappt werden. Etwas schade. Die Haptik ist nicht ganz so toll. Plastik eben. Für die Preisklasse etwas schade. Aber vielleicht bei Kastenwagen üblich... Der Wasserhahn hat augenscheinlich ausreichend Druck und kann ausgezogen werden. Der lange Schlauch reicht um den Hahn oben in die Halterung zu stecken. Zum Duschen quasi. Drei Arretierungsmöglichkeiten versprechen den passenden Wasserstrahl. Einen Spiegel gibt es natürlich auch. Besonders praktisch erscheint uns die Dachhaube. Die kleine Haube kann mit zwei Griffen geöffnet werden. Diese müssen zusammengedrückt und die Haube dann noch oben gedrückt werden. Mit 163 cm Körpergröße war das für Frau gerade noch möglich. Das Schließen der Haube ist aber selbst auf Zehenspitzen nur schwer möglich. Leichtes Sprinten hilft, sofern man beide Griffe richtig erwischt. Ansonsten muss eben Mann ran. Tja arg viel mehr lässt sich über das Bad gar nicht sagen. Auf den ersten Blick ist alles da das man braucht. Die Tür schließt zuverlässig. In der Praxis ist es aber durchaus eng beim Duschen. Zu zweit, logisch, hat man gar keinen Platz im Bad. Heißt, morgens auslosen wer zu erst darf. Ein Plus: es gibt keinen lästigen Duschvorhang, der sich an den Körper schmiegt. Die beiden Abläufe werden das Wasser wohl zuverlässig in den Abwassertank transportieren.

Kuschelbett und Hängeschränke beim Wohnmobil VW Grand California

So aus dem Bad herausgetreten, schauen wir uns das Bett genauer an. Na gut, einer schaut es sich an und dann der andere. Der Gang ist sehr schmal. Nebeneinander Platz haben wir nicht. Aber am anderen Vorbeigreifen geht. Um ins Bett zukommen muss man schon so ca. 1 Meter nach oben überwinden. Leiter hatten wir auf die Schnelle keine gefunden. Heißt gekonnt hinein hüpfen. Liegt man einmal im Bett ist es ganz bequem. Da es ein Querbett ist, sollte man jedoch kein Riese sein. Außer man schläft allein, dann kann man es sich vielleicht diagonal bequem machen. Zu zweit ist es durchaus kuschlig. Warum auch nicht. Ist doch auch mal schön. Zum Schlafen ist die Matratze ok, wer wirklich ein paar Wochen darin verbringt, sollte ggf. über einen Topper oder eine maßgefertigte Matratze nachdenken. Was auf dem Grundriss gut aussieht und in der Theorie gut funktioniert, ist das Bett. In der Praxis ist es für den Camper der hinten schläft, meist Frau, etwas umständlich. Gerade wenn man nachts einmal raus muss. Über den Partner klettern ohne nach unten zu fallen ist nicht unbedingt einfach und sollte auf jeden Fall geprobt werden. Im Dunkeln ist das Ganze nämlich noch spannender. Schafft man es heraus, ohne dass der Partner aufwacht, könnte er jedoch wach werden, wenn man sich im Bad tummelt. Auch nicht schlecht, kann er einem doch gleich wieder ins kuschlige Schlafgemach helfen.

Was auffällt sind die Hängeschränke. Die sehen zwar schick aus, da sie sich formschön integrieren und nach unten hin abfallen, das hat jedoch Vor- und Nachteile. Der Vorteil: die Kopffreiheit im Küchen- und auch im Bettbereich ist in Ordnung. Man stößt im normalen Handling eigentlich nicht sofort den Kopf. Der Nachteil: die Auflagefläche der Schränke ist so schmal, dass selbst T-Shirts nur mehrfach gefaltet darin Platz finden. Von Pullovern oder Hosen wollen wir nicht sprechen. Gut beladen werden können die Hängeschränke im Grunde nur, wenn man sich der japanischen Klamottenfalttechnik bedient und alles in kleine Würfel oder Rollen verwandelt, bevor man das Wohnmobil VW Grand California einräumt. Dann ist der Platz aber durchaus in Ordnung. Die Ecken sind ungenutzt und mit Blenden versehen. Das ist etwas schade, könnten offene Ablagen oder ein Schrankeck doch noch einiges an Urlaubsutensilien aufnehmen.

So bis hierhin haben wir uns das Wohnmobil VW Grand California nun schon einmal angesehen. Jetzt machen wir uns auf nach hinten. Ach ja, die Einstiegsstufe ist bei uns elektrisch. Öffnet man die Tür, fährt sie flink aus. Man muss zwar kurz innehalten, aber auch nicht ewig warten, bis man eintreten kann. Beim Schließen der Tür, fährt die Trittstufe, sofern die Tür komplett geschlossen wird, auch automatisch wieder ein.

Was wir im Heck des Wohnmobils VW Grand California finden und wer von uns beiden das Farbkonzept der indirekten Beleuchtung umstellen kann, erfahren Sie nächste Woche.