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Der dritte und letzte Teil unserer Serie zum Wohnmobil Grand California zeigt noch ein paar nette Details auf, mit denen man es sich auf dem Campingplatz gemütlich machen kann. Auch die Frage der Fragen wird beantwortet: wer ist technisch begabt genug um die Lichtfarbe zu ändern. Mann oder Frau?

Stühle, Tisch und Innenraumbeleuchtung – was es noch zu entdecken gibt

esther tuttle dyjH3YMblpo unsplash 723 274Auch heute schauen wir uns noch einmal den VW Grand California etwas genauer an. Nach Teil 1 und Teil 2 unseres Erfahrungsberichts gehen wir nun in den Endspurt. Leider konnten wir das Fahrzeug nicht so lange und ausgiebig testen, wie wir es uns gewünscht hätten, für einen ersten Eindruck reicht es aber dennoch. Auf jeden Fall können wir sagen: wer überlegt ein solches Wohnmobil zu kaufen, sollte es sich vorab einmal mieten. Egal ob über das Wochenende oder ein paar Tage, es lohnt sich. Viele Dinge fallen erst in der Praxis auf. Viele Anforderungen entstehen erst, wenn man einmal geraume Zeit mit dem Wohnmobil unterwegs ist. So lässt sich nicht nur raus finden, ob das ausgesuchte Modell das Richtige ist, sondern auch ob die Fahrzeugklasse alle Vorstellungen zufriedenstellend erfüllt. Nun aber zurück zum Wohnmobil Grand California. Wir packen aus, nachdem wir auf dem Platz angekommen sind.

Nette Gimmicks beim Wohnmobil VW Grand California

Nachdem wir uns im Inneren des Wohnmobils bereits von vorne nach hinten gearbeitet haben, werfen wir nun einen Blick ins Heck. Und zwar von außen. Die rechte Hecktür öffnet wie gewohnt über einen Türgriff. Die zweite Tür lässt sich, nachdem man den innen liegenden, etwas versteckten Griff gefunden hat, ebenfalls kinderleicht öffnen. Besonders praktisch: in den Türen sind zwei Campingstühle und ein kleiner Tisch sicher untergebracht. Zwei Einstecktaschen, jede an einer Tür, nehmen Stühle und Co. auf. Aufgebaut ist alles schnell. Die Klappstühle lassen sich auch ohne große Beschreibung im Handumdrehen auseinander klappen. Ebenso der Tisch. Gemütlich sind die Stühle alle Mal. Zwar etwas niedrig, aber ausreichend. Wir haben uns zumindest wohl gefühlt. Sei es beim Karten spielen oder Bier trinken am Abend. Die Markise auf der Beifahrerseite lässt sich leicht ein- und auskurbeln. Die Kurbel ist ebenfalls sicher im Fahrzeug untergebracht. Sie muss einfach nur eingehackt werden und schon kann die Markise ihren Dienst tun. Etwas Geschick, zumindest auf Frauenseite, vorausgesetzt. Ganz selbsterklärend ist das korrekte Einhaken nicht. So rutscht beim ersten Versuch die Kurbel immer wieder heraus, sodass neu angesetzt werden muss. Das verbuchen wir aber unter Anwenderfehler.

Es lässt sich gut aushalten im Wohnmobil Grand California

Innen wie außen macht das Wohnmobil VW Grand California eine gute Figur. Das Touchpad an der Badezimmerwand hat zudem einige Funktionen in Peto. Um das Ganze genauer anzusehen, gerade mit der Heizung und den Füllwasserständen hat uns leider die Zeit gefehlt. Was wir aber haben, ist das Licht umgestellt, bzw. die Farbe. Die Hängeschränke im Heck sind mit einer schicken Ambientebeleuchtung versehen. Die leuchtete beim ersten blau. Natürlich kam die Frage auf, ob man die Lichtfarbe umstellen kann. Natürlich in rot. Mann hat sich auch gleich ans Werk gemacht und unter Licht nach den Einstellmöglichkeiten gesucht. Vergebens. Nachdem seitens Frau der Hinweis aufkam, dass es doch nicht so schwer sein könnte – der Klassiker eben – wurde das Zepter oder das Touchpad an den weiblichen Camper übergeben. Nach nur wenigen Klicks war das Licht rot. Zack – und schon war für einen Lacher gesorgt. Der Frauenlogik kam die Einstellmöglichkeit unter dem Punkt „Einstellungen – Licht“ entgegen.

Tja und was ist nun unser Fazit. Wenn wir vor einer Kaufentscheidung stehen würden, würden wir das Wohnmobil auf jeden Fall länger und noch genauer unter die Lupe nehmen. Der erste Eindruck ist gut, aber durchwachsen. Einiges ist hochwertig und macht etwas her, anderes wie das Plastikwaschbecken im Bad, der nicht einstellbare Hahn in der Küche oder die zu schmalen Hängeschränke im Heck könnte besser gelöst sein. Leider fehlt uns hier der Vergleich zur Konkurrenz, ob es wirklich komfortablere Lösungen gibt. Daher ist unser Gesamturteil auf jeden Fall sehr gut. Das Wohnmobil VW Grand California sieht gut aus, ist mit zahlreichen Assistenzsystemen versehen – man kann wohl auch den Anhänger automatisch einparken lassen – und ist für zwei mit ein paar Einschränkungen ausreichend groß dimensioniert. Wir können sagen auch im Anhängerbetrieb ist ausreichend Durchzug vorhanden, sodass man getrost mit Anhänger und zwei Mopeds in den Urlaub fahren kann. Die laufen gut mit und stören kaum. In die Karten spielt uns, gerade beim Rangieren, natürlich die Rückfahrkamera. Wer das nötige Kleingeld hat und weiß worauf er sich Fahrzeugklassenbedingt einlässt, der macht mit dem Wohnmobil VW Grand California nicht wirklich etwas falsch.