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Alternative Energien im Wohnwagen

EFOY BrennstoffzelleBekanntermaßen gibt es beim Wohnwagen die Möglichkeit nicht, die Bordbatterie mithilfe der Lichtmaschine des Basisfahrzeuges zu laden. Die Lösung liegt auf der Hand: mit Hilfe eines eingebauten Ladegeräts kann die Bordbatterie geladen werden. Wo aber bekommt das Ladegerät den nötigen Strom her? Wer nicht gerade auf dem Campingplatz steht und den Landstromanschluss nutzen kann, muss hier auf andere Systeme zurückgreifen.

Im Überblick

01Brennstoffzelle: Die Technik entwickelt sich stets weiter und wird noch fortschrittlicher. Daher gibt es mittlerweile auch schon brauch- und bezahlbare Brennstoffezellen, welche im Wohnmobil genutzt werden können.

02Diesel- und Benzingenerator: Diesel- und Bezingeneratoren sieht nun wahrlich keine neue Erfindung, finden aber doch bei einigen Campern Zuspruch. Klar, damit ist man unabhängig vom Strom und hat den Kraftstoff gleich mit an Bord.

03Gasgenerator: Diese Energiegewinnung bietet sich vor allem bei Wohnwagen an, welche schon mit einer klassichen Gasanlage ausgestattet sind. So kann der Energielieferant in mehrfacher Hinsicht genutzt werden.

04Photovoltaikanlagen: Photovoltaikanlagen sind gerade auf Hausdächern sehr beliebt und machen auch vor dem Wohnwagendach keinen Halt mehr. Wichtig ist jedoch die Frage: lohnt sich die Installation wirklich? 

Die Brennstoffzelle im Wohnwagen

Die Entwicklung von Brennstoffzellen schreitet immer weiter voran, wodurch es auf dem Markt immer mehr Anbieter und Modelle gibt. Heutzutage sind derartige Geräte bei weitem effizienter und leiser als noch vor wenigen Jahren. Die Brennstoffzelle ist neben der Stromgewinnung aus dem Sonnenlicht wohl einer der Energieversorger der Zukunft, denn schon heute werde sie in Personenkraftwagen als Antriebsalternative getestet. Möchte man eine Brennstoffzelle in seinem Wohnwagen integrieren, sollte man sich vor einem Kauf erst einmal einen Marktüberblick verschaffen. Welche Anbieter und Modelle gibt es, wie unterscheiden sich diese hinsichtlich ihrer Lautstärke, der Effizienz, der Maße und der Leistung. Auch der Einbau sollte vorab geklärt werden. Kann ich das System selbst verbauen oder benötige ich eine Fachwerkstatt?

Die Funktionsweise einer Brennstoffzelle

Das Prinzip einer Brennstoffzelle ist einfach: durch die umgekehrte Elektrolyse wird chemische Energie in elektrische Energie umgewandelt. Dies geschieht durch die kalte Verbrennung von Wasserstoff und Sauerstoff. Der Prozess selbst beginnt mit der Spaltung des Wasserstoffs in Elektronen und Protonen an der Anode. Die Protonen wandern aufgrund ihrer positiven Ladung direkt zur Kathode. Die Elektronen werden elektrischen Verbrauchern zugeführt und gelangen daraufhin zur Kathode. Dort reagieren beide mit dem im Wasser enthaltenen Sauerstoff in einer exothermen Reaktion. Das bedeutet, dass Energie in Form von Wärme freigesetzt wird. Bei Brennstoffzellen, welche in Wohnwagen zum Einsatz kommen wird statt dem Wasserstoff Methanol eingesetzt.

Der Wirkungsgrad von Brennstoffzellen liegt meist zwischen 40 und 65 %. Die Schadstoffemissionen sind gering und sie verfügen über ein breites Leistungsspektrum.

Bekannter Hersteller von Brennstoffzellen in Deutschland beispielsweise ist SFC mit der EFOY-Brennstoffzelle. Auch Truma hat dieses Jahr auf dem Caravan Salon das Brennstoffzellensystem VeGA vorgestellt. Das System arbeitet mit Flüssiggas.

Diesel- und Benzingenerator für mehr Unabhängigkeit

Auch wenn ein diesel- oder benzinangetriebener Generator zuverlässig für eine Stromversorgung und damit das Aufladen der Bordbatterie im Wohnwagen sorgt, hat er jedoch einen entscheidenden Nachteil: die Lautstärke. Auf vielen Campingplätzen ist eine solche Geräuschkulisse nicht erwünscht. Möchte man dennoch auf den Landstromanschluss verzichten, sollte man entweder äußerst laufleise Generatoren verwenden oder sich einen Platz suchen bei welchem niemand in unmittelbarer Nähe ist. So ist der Geräuschpegel egal, da er keinen stören kann.

Das Funktionsprinzip eines Generators gleicht dem eines Dynamos am Fahrrad. Im Generator sind ein Motor und ein Anker. Letzterer wird vom Motor angetrieben und setzt das Magnetfeld, in welchem er sich befindet, in Schwingung. Durch diese Bewegung fließen Elektronen vom Plus- zum Minuspol und erzeugen so eine elektrische Spannung. Wer sich nach alternativen Energien für seinen Wohnwagen umsieht, um der Umwelt etwas Gutes zu tun, ist mit einem Diesel- oder Benzingenerator eher schlecht beraten. Denn diese werden mit einem endlichen Brennstoff betrieben und haben hohe Emissions- und Rußausstoße.

Gasgenerator - die praktische Ergänzung

Wer sich für einen Gasgenerator als alternative Energie im Wohnwagen entscheidet, kann diesen entweder unterflur, also unterhalb des Wohnwagens verbauen oder eben im Inneren. Durch den Anschluss an die bereits vorhandene Gasanlage kann die Unabhängigkeit und Flexibilität erhöht werdenDas Prinzip gleicht dem von Diesel- oder Benzingeneratoren. Einziger Unterschied ist, dass hier der Strom – wie er Name schon sagt – mittels Gas hergestellt wird. Besitzt man bereits eine Gasanlage ist ein Gasgenerator sicherlich eine praktische Ergänzung, wenn man unabhängig von Stromanschlüssen reisen möchte. Großer Nachteil ist die teilweise hohe Geräuschentwicklung der Geräte.

Photovoltaikanlagen für eine gute Umwelt

Monokristallines Solarset HPC Linie SunsetWer der Umwelt etwas Gutes tun möchte, kann sich auch eine Photovoltaikanlage auf das Wohnagendach bauen oder bauen lassen. Damit kann der eigene Strom mit Hilfe des Sonnenlichtes erzeugt werden. Landläufig wird diese Anlagen auch als Solar oder Solaranlage bezeichnet, wobei dieser Begriff eigentlich nur die Erzeugung von warmem Brauchwasser mit Hilfe der Sonnenenergie bezeichnet.

Stromgewinnung mit Solarmodulen

Mittlerweile sind hochwertige Paneelen bereits zu erschwinglichen Preisen zu erwerben und können dank des erzeugten Stroms die Bordbatterie laden und damit die einzelnen Verbraucher mit ausreichend Energie versorgen. Die einzelnen Solarmodule setzen das Sonnenlicht in Spannung um, welche dann eben in der Bordbatterie gespeichert wird. Insgesamt gibt es derzeit zwei Systeme am Markt: die kristalline Zelltechnologie. Diese ist aufgrund der hohen Fertigungszahlen in der Regel günstiger. Und die amorphe Dünnschicht-Solarzellen, die meist teurer sind. Aber auch hier gilt: Preise vergleichen.

Vor- und Nachteile der Photovoltaikanlage

Neben den offensichtlichen Vorteilen ( erhöhte Autarkie, die Kraftstoffeinsparung, die geringere Emission, die kostenlose Nutzung des Sonnenlichts und der nicht vorhandenen Geräuschbelastung), hat eine Photovoltaikanlage auf dem Wohnwagen aber auch Nachteile: so wird die Leistung durch äußere Umstände bisweilen stark beeinflusst. Somit ist man nur vom Wetter und der Intensität der Sonnenstrahlen abhängig. Auch Bäume, hohe Häuser oder ähnliche Objekte und der dadurch entstehende Schatten haben einen negativen Einfluss auf die Leistung. Zudem sind die meisten Anlagen aufgrund Ihrer Größe nur für kleinere Stromabnehmer geeignet.

Möchte man seinen Wohnwagen mit alternativen Energien versorgen, hat man wie so oft die Qual der Wahl. Auch hier gilt: man muss selbst entscheiden, auf was man Wert legt. Sicher ist: mit alternativen Energien kann man die Unabhängigkeit und Flexibilität im Campingurlaub erhöhen und so längere Zeit auf das Ansteuern eines Campingplatzes mit Landstromanschluss verzichten.

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