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Der Fahrdynamikwert FDK beim Wohnwagen

Bedeutung und Praxistauglichkeit

hobby de luxe 560 kmfe aussenEin weiterer Begriff der in Verbindung mit Wohnwagen öfter einmal fällt, ist der Fahrdynamikwert, kurz auch FDK. Die Fahrdynamik an sich ist ein Spezialgebiet der Dynamik und beschäftigt sich mit der Bewegung von Landfahrzeugen. Hier bei werden je nach Untersuchung und Ziel Weg, Zeit, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Energieaufwand, Antriebskräfte, Bewegungswiderstände u. ä. gemessen. Insgesamt spielen hier verschiedene Bewegungsrichtungen, welche natürlich auch der Wohnwagen aufweist eine Rolle: neben der Längsbewegung entlang der Längsachse (Ortsveränderung), spielen auch die Querbewegung (reine Querbewegung = Verschieben) und die Hubbewegung eine Rolle. Unter Letzterer versteht man die Bewegung entlang der Hochachse, welche in der Regel mit der Längsbewegung kombiniert wird (Fahrten im Gefälle oder in der Steigung). Daneben ist auch das Gieren (siehe auch GTM – Gierträgheitsmoment), das Nicken um die Querachse und das Wanken um die Längsachse entscheidend. Insgesamt gibt es zudem zwei Typen von Schwingungen: Transaltions- und Rotationsschwingung.

Übertragung des FDK auf den Wohnwagen

Möchte man diese Theorie nun auf den Wohnwagen übertragen spielen hier wie beim PKW vor allem die Längsdynamik wie die Bremsen oder der Fahrwiderstand, die Querdynamik (Kurvenfahrt, Kippsicherheit) und die Vertikaldynamik eine Rolle. Unter Letzterer werden Punkte wie Komfort, Ladegutbeanspruchung und Fahrbahnbeanspruchung näher betrachtet. Um hier aussagekräftige Werte zu erhalten, werden in aufwendigen Tests verschiedene Fahrmanöver durchgeführt:

  • Geradeausfahrten unter Störeinflussen
  • Stationäre Kreisfahrten
  • Lastwechselreaktionen
  • Fahrspurwechsel
  • Slalommanöver
  • Bremsversuche

Hierbei werden eine Vielzahl an Größen gemessen, aus welchen wiederum Kenngrößen zur quantitativen Beschreibung des dynamischen Fahrzeugverhaltens abgeleitet werden können.

Anwendung in der Praxis

Leider kann auch der Fahrdynamikkennwert von privaten Wohnwagenbesitzern nur schwer oder gar nicht selbst ermittelt werden. Wer hier eine genaue Auskunft wünscht ist damit wieder auf durchgeführte Tests und Ergebnisse von Caravan-Testern angewiesen. Da jedoch manche Fahrzeugreaktionen gegenwärtig noch zuverlässiger subjektiv erfahren und beurteilt werden können, und messbare Größen hier erst noch erforscht werden müssen, kann auch jeder Wohnwagenbesitzer in einem gewissen Maße das fahrdynamisches Verhalten seines Gespanns selbst erfahren. Gerade wer sich dazu entschließt an einem ein- oder mehrtägigen Sicherheitstraining teilzunehmen, lernt seinen Wohnwagen und sein Gespann besser kennen und kann im Fall der Fälle auch mit Gefahrensituationen besser umgehen. Nicht nur, da man weiß wie sich das eigene Gespann in bestimmten Situationen verhält, sondern auch weil man bereits erste Erfahrungen gesammelt hat und weiß wie das ideale Verhalten aussehen muss, um Schlimmeres zu verhindern.

Auch bei diesem Kennwert sind Wohnwagenbesitzer auf Tests von Herstellern oder Zeitschriften angewiesen. Wer ein Gefühl für seinen Caravan und sein Gespann entwickeln möchte, kann mit Hilfe eines Sicherheitstraining schnell selbst erkennen wie sich das Gespann in bestimmten Situationen verhält und wie hier vorgebeugt oder abgeholfen werden kann.

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