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Die Stützlast beim Wohnwagen spielt eine entscheidende Rolle für die Fahrstabilität des Gespanns. Aber Achtung: auch die Stützlast des Zugfahrzeuges muss berücksichtigt werden. Denn nur wenn man beide Werte betrachtet, kennt man die gültige Stützlast für sein individuelles Gespann.

Die Stützlast ist einer der wichtigsten Werte im Wohnwagenbereich

Stützlast beim Wohnmobil – worauf Sie achten solltenWer sich mit dem Thema Anhänger oder Wohnwagen schon einmal etwas befasst hat, der wird schon über den Begriff Stützlast gestolpert sein. Dabei handelt es sich nicht um irgendeinen lapidaren Wert, den man eh nie braucht. Ganz im Gegenteil. Es ist einer der wichtigsten Werte beim Caravan. Warum? Ganz einfach. Die Stützlast hat Einfluss auf die Fahrsicherheit und die Zuladung. Wie genau das funktioniert, das erfahren sie hier.

Was ist die Stützlast beim Wohnwagen überhaupt?

Die Stützlast ist das Gewicht mit welchem die Deichsel auf den Kugelkopf des Zugfahrzeuges drückt. Sie wird dem Zugfahrzeug als Beladung aufgeschlagen. Eine Limitierung erfolgt über die Herstellerangabe des Zugfahrzeuges „maximale Stützlast“. Wie hoch diese ist findet man im Fahrzeugschein unter Punkt 13.

Betrachtet man einen einachsigen Caravan, sieht man, dass dieser sein Gewicht stets auf zwei Punkten verteilt. Im angekoppelten Zustand auf die Räder und die Anhängerkupplung des Zugwagens. Ist er abgekoppelt lastet das Gewicht auf den Rädern und dem Stützrad. Die Stützlast hat einen wesentlichen Einfluss auf die Fahrstabilität des Gespanns. Ist sie zu niedrig (unter 25 Kilogramm) kann sich das Gespann schon 20 km/h früher destabilisieren als mit der maximalen Stützlast. Aber Achtung: viel hilft viel, gilt hier nicht. Ist die Last auf der Kupplung zu groß, werden die Lenkung und bei Fronttrieblern die Antriebsräder entlastet. Das ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch Spätfolgen für das Chassis, die Anhängerkupplung und die Hinterachse haben.

Was ist eine normale Stützlast beim Wohnwagen?

Im Regelfall liegt die Stützlast zwischen 75 kg und 100 kg. Damit ist meistens das Zugfahrzeug der limitierende Faktor. Daher lohnt sich vor dem Kauf eines Wohnwagens ein Blick in die Fahrzeugpapiere. Nur bei einigen Vans und SUVs liegt die zulässige Stützlast über 100 kg. Sollte das der Fall sein, ist die Stützlast der Caravandeichsel ausschlaggebend. Auch hier gibt es eine Höchstgrenze. Meistens 100 kg. Es gilt: der niedrigere der beiden Werte ist die maximale Stützlast.

Hat man das geprüft, gibt es aber noch mehr zu beachten. Denn das Gesetz sagt: die Stützlast muss mind. 4 % des tatsächlichen Anhängergewichts betragen. Mehr als 25 kg sind jedoch nicht vorgeschrieben. Zudem hat auch das Gepäck Einfluss auf die Stützlast. Im Extremfall wird alles nach vorne oder hinten geschoben. Daher sollte man bei der Beladung auf eine gleichmäßige Verteilung achten.

Für Wohnwagenhersteller interessant: auch die Gesamtlasten des unbeladenen Caravans müssen so verteilt sein, dass die Stützlast im zulässigen Bereich liegt. Entscheidend ist hier das Schwerpunkt-Vormaß. Das ist der Abstand zwischen dem Schwerpunkt des Anhängers und dem Radaufstandspunkt. Auch bei einem leeren Caravan muss die Stützlast ausreichend sein. Dafür wird die Achse in der Regel hinter dem Schwerpunkt angebracht.

Eine allgemeingültige Antwort auf die Frage nach der Stützlasthöhe beim leeren Caravan gibt es nicht. Denn die ist abhängig vom Grundriss. Haben Modelle große Bettstaukästen oder Staukästen im Bug, sollte die Stützlast unbeladen zwischen 20 kg und 40 kg liegen. So kann vorne geladen werden, ohne, dass man im Heck viel Gegengewicht schaffen muss. Wichtig: je weiter weg die Lasten von der Achse sind umso schlechter wird die Fahrstabilität. Auch bei einer hohen Stützlast. Hat man Zuladung übrig und möchte die Stützlast feinjustieren, kann man auch den Frischwassertank nutzen. Etwas mehr oder weniger Inhalt, tut hier wahre Wunder.