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Wer seinen Wohnwagen auf öffentlichen Straßen oder Plätzen abstellen muss, sollte sicherstellen, dass alles ordnungsgemäß und zulässig ist. Das beugt möglichen Streitgesprächen oder gar Knöllchen vor. Auf was man achten muss? Das erfahren Sie hier.

Der Parkraum ist begrenzt, was also tun, wenn man seinen Caravan abstellen möchte?

Wohnwagen abstellen – was ist erlaubt und was nicht?Entlang von Straßen und auf öffentlichen Parkplätzen ist der Parkraum begrenzt. In Innenstädten und Wohngebieten ist die Situation noch zugespitzter. Möchte man einem Streit mit den Nachbarn aus dem Weg gehen, kann man seinen Wohnwagen ordnungsgemäß abstellen. Gerade, wenn der Reisefreund längere Zeit steht, sollte man darauf achten, dass alles zulässig ist.

Der abgestellte Wohnwagen darf nicht gegen die StVO verstoßen

Überlegt man seinen Wohnwagen auf öffentlichen Parkräumen abzustellen, sollte man Verkehrsdezernet Andreas Kowol stets im Ohr haben. Denn stellt man seinen Caravan ab, darf er auf keinen Fall den knappen öffentlichen Parkraum blockieren. Erst recht darf er nicht gefährdend in die Fahrbahn oder in die Radwege hineinragen. All das verstößt gegen die StVO. Zudem gefährdet es andere Verkehrsteilnehmer. Dauerparker im Stadtgebiet? Leider sind sie nicht gerne gesehen. Auch nicht im Winter, wenn viele Wohnwagen eingemottet werden. Sucht man für seinen Caravan einen guten Abstellplatz, sollte man also darauf achten, dass keine missbräuchliche Nutzung öffentlichen Parkraums vorliegt. Aber was bedeutet das?

Gute Nachricht für Wohnmobilbesitzer – hier ist mehr erlaubt

Wer ein Wohnmobil sein Eigen nennt, kann sich freuen. Denn die dürfen bis 7,5 Tonnen auf regulären Parkplätzen oder am Straßenrand parken – solange es nicht ausdrücklich untersagt ist. Ein Zeitlimit gibt es nicht. Natürlich gelten hierbei die allgemein bekannten Vorschriften. An Engstellen bspw. ist das Parken verboten. Der Grund? Wohnmobile sind meist breiter als Pkw. Damit ist die Durchfahrt eines Fahrzeuges mit 255 cm Breite und dem vorgeschriebenen Mindestabstand von einem halben Meter nicht mehr möglich. Aber Achtung: Wird das blaue Parkplatzschild von einem Pkw-Zusatzschild ergänzt, dürfen auch kleinere Wohnmobile bis 2,8 Tonnen dort nicht parken, sobald Sie als „So.Kfz Wohnmobil“ im Kfz-Schein eingetragen sind. Entscheidend ist also weniger die Größe, sondern mehr die Klassifizierung. Eindeutig ist es nur bei Reisemobilen über 7,5 Tonnen. Diesen ist es nicht gestattet in Wohngebieten von 22 Uhr bis 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen zu parken. Auch Sondergebiete, die der Erholung dienen oder Kur- und Klinikgebiete dürfen nicht als Parkplatz genutzt werden. Außer, die Plätze sind entsprechend als Wohnmobilparkplätze gekennzeichnet. So weit so gut. Aber...

Für Wohnwagenbesitzer gelten strengere Regeln beim Parken

Ist der Caravan an das Zugfahrzeug gekoppelt, darf er überall stehen, wo es erlaubt ist. Ohne Zeitlimit. Wird der Wohnwagen abgekoppelt sieht es schon anders aus. Bringt er keine 2 Tonnen auf die Waage, darf er abgekoppelt in Wohngebieten max. 2 Wochen auf demselben Parkplatz stehen. Dann muss er umgeparkt werden. Die Polizei nutzt bei ihren Kontrollen hierbei die Ventilstellung der Räder. Steht der Caravan nach 2 Wochen unverändert im öffentlichen Raum, gibt es ein 20-Euro-Verwarngeld. Zudem wird der Halter aufgefordert den Caravan innerhalb einer gesetzten Frist aus dem öffentlichen Verkehrsraum zu entfernen. Ignoriert man diese, wird das rollende Heim abgeschleppt. Gebührenpflichtig versteht sich.

Aber Achtung: besitzt der Wohnwagen ein Saisonkennzeichen sieht es wieder anders aus. Außerhalb der Saison darf der Caravan nicht im öffentlichen Raum geparkt werden. Auch Privatgrund, der für Dritte ungehindert zugänglich ist, zählt hier als öffentlicher Raum! Obacht also wenn man einen Parkplatz an der Straße vor dem Mietshaus oder einem Firmenparkplatz anmietet.

Wer seinen Wohnwagen parken will, muss einiges beachten. Mehr noch als Wohnmobilbesitzer. Aber auch wenn man seinen geliebten Caravan auf einem abgesicherten Privatgrundstück abstellt, kann das problematisch sein. Zumindest dann, wenn eine „überwiegend ortsfeste Benutzung“ im Sinne des Baurechts vorliegt. Was das heißt? Eine überwiegend ortsfeste Benutzung liegt dann vor, wenn der Wohnwagen eine längere Zeit oder regelmäßig wiederkehrend auf dem gleichen Grundstück abgestellt wird. Im Außenbereich. Ist das der Fall, ist eine Baugenehmigung erforderlich. Denn hierbei werden die öffentlichen Belange beeinträchtigt. Zwar findet man im Gesetz diesbezüglich keine konkrete Aussage über Wohnmobile. Sinngemäß dürften die Bestimmungen aber auch hier zutreffen. Wir sehen, das Abstellen des eigenen Wohnwagens ist gar nicht so einfach. Möchte man seine rollende Wohnung also sicher wissen, sollte man sich an die entsprechenden Vorschriften halten. Wenn man keine Garage oder andere Unterstellmöglichkeit hat.