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Auf den Sattel, fertig los. So einfach es klingt, so einfach ist es in der Praxis leider meistens nicht. Zumindest, wenn man einen richtigen Ausflug mit seinem Drahtesel plant. Denn es gibt so einige das mit muss und das sicher verstaut werden mag. Andererseits spielt das Gewicht des Gepäcks eine entscheidende Rolle, sodass man sich genau überlegen sollte, was man alles auf sein Reiserad packt.

Wie packen Sie Ihr Reiserad am besten?

Unterwegs mit dem Zelt und dem FahrradDer Traum vieler Camper ist es mit dem eigenen Drahtesel die Welt zu erkunden. So ist man ungebunden, frei und der Natur ganz nah. Gleichzeitig tut man etwas Gutes für seine Gesundheit. Wer schon einmal mit dem Fahrrad ein paar Tage unterwegs war weiß, es gibt doch das eine oder andere auf das man achten sollte. Denn es ist ein großer Unterschied ob man eben einmal eine kleine Tour für 2 oder 3 Stunden mit wenig bis gar keinem Gepäck macht oder ob man doch mehrere Tage unterwegs ist. Eins ist klar: das Gesamtgewicht steigt. Unweigerlich. Es gibt viele Dinge die auf jeden Fall mit sollten. Alles Weitere sollte gut durchdacht sein. Denn jedes Kilogramm mehr, macht die Fahrt anstrengender. Auch sollte man sich von dem Gedanken verabschieden die Radtour in seinem normalen Radltempo zu absolvieren. Je nach Strecke, Abschnittdauer und zusätzlichem Gewicht sinkt der sonstige Durchschnitt schnell nach unten. Aber wie packt man eigentlich sein Reiserad richtig?

Es gibt nicht die eine Antwort zum Packen des eigenen Fahrrads, wenn man mit dem Zelt unterwegs ist

Jeder der öfter mit dem Rad unterwegs ist, sammelt seine eigenen Erfahrungen. Entsprechend vielfältig werden auch die Antworten sein. Denn jeder hat andere Bedürfnisse, Prioritäten und Learning. Einige allgemeine Fragen kann man sich vor der ersten Radreise jedoch stellen. Eine davon ist, wie viel Gepäck mit soll oder besser darf. Was man alles braucht ist natürlich individuell. Limitierender Faktor wird hier neben dem Platz schlichtweg und ergreifend das Gewicht sein. Immerhin muss man mit dem eigenen Rad noch vorankommen. Gerade wer mit dem Zelt unterwegs ist, hat hier schon 1 bis 3 kg dabei, die an der einen oder anderen Stelle vielleicht fehlen.

Auch die Länge der Reise und mögliche Zwischenstopps oder Übernachtungen im Hotel spielen hier rein. Muss das Gepäck nur für den Wochenendausflug reichen oder wird es ein richtiger Fahrradurlaub? Radelt man über die Alpen oder um die halbe Welt. Was übertrieben klingt, macht aber deutlich, dass man Menge und Gewicht seiner Habseligkeiten auf jeden Fall im Auge haben sollte. Besonders herausfordernd: eine Radreise mit kompletter Campingausrüstung. Denn neben Klamotten und Hygieneartikeln muss hier noch an Kocher, Lebensmittelvorräte und Co. gedacht werden. Nicht zu vergessen, den wichtigen Wasservorrat.

Aber von vorne.

Mit was für Packtaschen kann ich mein Fahrrad ausstatten?

Unterwegs mit dem Zelt und dem FahrradHier gibt es schon einmal eine Grundregel: Radtaschen sollten immer paarweise genutzt werden. Wer länger unterwegs ist, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass diese wasserdicht sind. Zudem gibt es verschiedene Öffnungsmechaniken. Von Toploadern über Rollverschlüsse und Klappen. Auch die Position der Taschen ist vielfältig. Hier gilt: für eine gute Gewichtsverteilung sollte man mindestens vier Taschen nutzen. Die Kombination aus zwei Packtaschen am Vorderrad und zwei am Gepäckträger hat sich bislang bewährt. Diese können mit einer Lenkertasche oder einer Quertasche hinten ergänzt werden. Achtung: gerade die Lowrider Taschen verändern das Fahrgefühl und verschieben den Schwerpunkt des Bikes weit nach unten. Das ist nicht von Nachteil, sollte aber gerade bei der ersten Fahrt im Hinterkopf sein.

Kleiner Tipp: Werkzeugdosen oder Rahmentaschen sorgen für Ordnung und halten wichtige Dinge wie Werkzeug schnell bereit.

Generell gilt: das Gewicht sollte möglichst gleichmäßig am Rad hinten und vorne verteilt werden. Zudem sollte der Schwerpunkt des Rades möglichst tief gehalten werden. Leitgedanke sollte stets sein: Muss es wirklich mit? Gibt es eine leichtere oder gar multifunktionale Alternative?

Welches Gepäck findet wo am Fahrrad seinen Platz?

Auch hier gibt es viele Meinungen und jeder sollte hier etwas rumprobieren und den für sich besten Weg finden. Dinge, die man oft braucht oder Wertsachen, sollte man aber auf jeden Fall gut sichtbar bspw. in der Lenkertasche unterbringen. Ansonsten können die Reiseutensilien wie folgt gepackt werden.

  • Links vorne: Medikamente und Verbanskasten, Schlafsack und Stirnlampe
  • Rechts vorne: Zelt
  • Links hinten: Schuhe, Ersatzteile, Isomatte, Karten, Bücher, Regenkleidung – Benzinflasche außen
  • Rechts hinten: Bekleidung, Kultur, Handtuch, Außentasche mit Regenzeug (Jacke, Hose, Gamaschen)
  • Hinten Rack Pack: Küche, Lebensmitte
  • Hinterm Sattel (also ohne Tasche): Feststoff Isomatte und Zeltgestänge
  • Lenkertasche: Papiere, Geld, Kamera, Notizbuch, Brille, Toilettenpapier, Pfefferspray, Kartentasche
  • Zusätzliche Rahmentasche/Box für Flaschenhalter mit Werkzeug

Mit diesen Tipps weiß man für seine erste Radreise mit dem Zelt auf jeden Fall einmal wo alles seinen Platz findet und wie man sein Rad am besten packt. Ob alles so bleibt, wird sich mit der Zeit zeigen. Wer mit Kindern oder Hunden unterwegs ist, kann sich auch einen Fahrradanhänger an das Bike hängen. So können die Kleinsten bzw. Tiere mit dabei sein. Damit wächst natürlich auch die Liste der Dinge die mitmüssen. Spätestens beim ersten Berg, den man bezwingen muss, merkt man, ob man das richtige Gewicht beim Gepäck erwischt hat, oder ob es beim nächsten Mal etwas weniger wird. Eins steht fest: das Reisen mit dem Rad und dem Zelt ist ein richtiges Abenteuer und gerade für Naturverbundene Menschen ein besonderes Erlebnis. Ausprobieren lohnt sich.